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Bilderstrecke: Ablauf einer Bohrung

Was Sie bei der Bohrung Ihres Brunnens erwartet...
Für die Erstellung eines fachgerechten Bohrbrunnens bedient man sich eines Drehbohrgerätes. Im Gegensatz zu einer Handbohrung schaffen diese Geräte die Bohrung innerhalb weniger Stunden.

Der Erdbohrer wird durch einen Hydraulikmotor angetrieben und kann an dem Bohrmast herauf und herab bewegt werden.

Nach dem lotrechten Ausrichten des Bohrturmes wir das erste Bohrrohr in die Spannvorrichtung fixiert. Das Bohrrohr besteht aus Stahl und hat einen Durchmesser von ca. 260 mm und eine Länge von ca. 3 Meter.

Das untere Bohrrohr besitzt an der Unterseite Schneidezähne aus Spezialstahl, um eventuelle Großkiese zu zerschneiden. Die einzelnen Bohrrohre können mittels eines Spezialgewindes miteinander verschraubt werden.

Durch die Hydraulik des Spannvorrichtung kann das Bohrrohr rechts- und linksherum sowie auf- und ab bewegt werden.
Nachdem das Bohrrohr ein wenig in die Erde eingedreht wurde, beginnt die Bohrung bis zur Grundwasseroberfläche.

Der Erdbohrer wird ebenfalls durch einen Hydraulikmotor angetrieben und kann an dem Bohrmast herauf und herab bewegt werden. Nachdem sich der Bohrer etwa 2 Meter eingebohrt hat, wird er wieder gezogen. Den Bohrer kann mit Verlängerungsstangen in beliebiger Länge ausgebaut werden.

Das Bohrrohr wird bei jedem Bohren durch die Hydraulik weiter nach unten gepreßt um das Bohrloch zu stabilisieren.
Hier sieht man, wie der Bohrer mit dem Bohrgut aus dem Bohrrohr herausgezogen wird.

Ist die Grundwasseroberfläche erreicht ( der Bohrer kann das nasse Erdreich nicht mehr zu Tage fördern), beginnt das Abteufen mit einer Kiesbüchse.
Durch permanentes Auf - und Abbewegen (ca. 20 cm) entsteht beim Hochreißen der Büchse ein Sog, so dass das Erdreich mit hochgerissen wird. Sofort danach wird die Büchse wieder fallen gelassen, so das nun das Erdreich durch die Klappe in die Büchse gelangt.

Nachdem ca. 2-4 Minuten gebüchst wurde, wird diese von dem Stahlseil herausgezogen und entleert.

Von dem Boden werden Bodenproben genommen um anhand der Bodenbeschaffenheit die Filterrohre (Schlitzweite) auszuwählen.
Nachdem durch das Büchsen die gewünschte Tiefe erreicht wurde, wird der Brunnen mit einem Filterrohr ausgebaut. Im Normalfall wird bis zu den tertiären Schichten gebohrt. Es sind sehr feine Sande aus Muschelkalk, die eine fast wasserundurchlässige Schicht bilden. An unterster Stelle wird ein seitlich geschlossenes, ca. 1 Meter langes, Vollrohr eingebaut, welches an der Unterseite mit einem Boden verschlossen ist. Auf dieses Vollrohr werden dann die Filterrohre, je nach Wasserbedarf und Wasserstand, durch ein Trapezgewinde aufgeschraubt. Am Brunnenrohr befinden sich Abstandhalter, damit dieses genau in der Mitte des Bohrrohres eingebaut werden kann. Dies soll eine gleichmäßige Kiesschüttung gewährleisten.
Nach der Brunnenfertigstellung muss dieser einer Entsandung unterzogen werden. Hierzu wird eine spezielle Unterwassermotorpumpe in den Brunnen eingebaut. Am Anfang der Entsandung wird der Brunnen erst mit der halben späteren Förderleistung abgepumpt. So verhindert man das plötzliche Zusetzen der Filterschlitze. Erst wenn ein Teil der im Boden befindlichen Feinanteile abgepumpt worden ist, kann der Brunnen mit der doppelten späteren Förderleistung klarpumpt werden.

Die Entsandung eines Brunnen nach der Fertigstellung dient des späteren sandfreien Förderverhalten des Brunnens.

Hier sieht man das geförderte Wasser während der ersten Minuten des Abpumpens.

Erst wenn das Wasser klar ist und keine Sandbestandteile mehr im Wasser vorhanden sind, kann der Brunnen in Betrieb genommen werden.